Wie es dazu kam, dass die EU wegen der Arbeitszeit drohte

 

(Le­se­zeit 4 Min) 2014 droh­te die EU Ös­ter­reich mit hohen Straf­zah­lun­gen wegen Nicht-Um­set­zung der EU-Ar­beits­zeit­re­ge­lung. Doch ist die EU von selbst aktiv ge­wor­den?

NEIN, das tut sie grund­sätz­lich nicht – je­mand muss sich be­schwe­ren.

Viele Frak­tio­nen, die jetzt bei der Ärz­te­kam­mer­wahl an­tre­ten und so tun, als ob sie es ge­we­sen wären, die die Sit­au­ti­on der Spi­tals­ärz­te ver­bes­sert haben, schmü­cken sich mit frem­den Fe­dern! Die meis­ten der Frak­tio­nen haben trotz Wis­sen um die il­le­ga­le Ar­beits­si­tua­ti­on[i] jah­re­lang nichts un­ter­nom­men, mehr noch, bis 2012 wurde das Sys­tem durch die Ärz­te­kam­mer OÖ sogar ver­tei­digt und als Er­folg ver­kauft, wenn das Ein­kom­men v.a. der Jung­ärz­te an Nacht­diens­ten und Wo­chen­end­dienst hängt.

Die Be­schwer­de kam also nicht von den In­sti­tu­tio­nen, die ei­gent­lich für Ar­beit­neh­mer­schutz und In­ter­es­sens­ver­tre­tung zu­stän­dig sind, son­dern von zwei Pri­vat­per­so­nen:

Dr. Ma­ri­na Hö­nig­schmid und Dr. Er­nest Pi­ch­lbau­er

Wei­ter­le­sen „Wie es dazu kam, dass die EU wegen der Ar­beits­zeit droh­te“

Die Existenz-Angst der Kassen-Hausärzte

(Le­se­zeit 3 Min) Ein Kas­sen-Haus­arzt ver­dient, bei einem Jah­res­um­satz von 250.000 bis 300.000€, 50.000 bis 60.000 € netto, das sind, auf 14 Mo­na­te ge­rech­net, etwa 3.500 bis 4.000 € (wobei es eine er­heb­li­che Schwan­kungs­brei­te gibt)

Si­cher mehr als ein Vier­tel des Ge­winns (ar­bi­trär) stammt nicht aus den Um­sät­zen als Kas­sen­arzt, son­dern aus einer quer­sub­ven­tio­nie­ren­den Tä­tig­keit. Nach die­ser las­sen sich Kas­sen-Haus­ärz­te  grob in zwei Grup­pen tei­len.

Wei­ter­le­sen „Die Exis­tenz-Angst der Kas­sen-Haus­ärz­te“

Die Existenzängste der Kassen-Hausärzte

Ein Haus­arzt ver­dient bei einem Jah­res­um­satz von durch­schnitt­lich 250.000 Euro rund 50.000 Euro netto.

Wei­ter­le­sen: Die Exis­tenz­ängs­te der Kas­sen-Haus­ärz­te

    Ein we­sent­li­cher Teil des Ge­winns stammt nicht aus den Um­sät­zen als Kas­sen­arzt, son­dern aus quer­sub­ven­tio­nie­ren­den Tä­tig­kei­ten.

   Da wäre die Haus­apo­the­ke, ohne die die Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung, wie sie auf dem Land statt­fin­det, kei­nes­falls be­stün­de. Und dann gibt es Ein­nah­men aus Al­ter­na­tiv­me­di­zin und Äs­the­tik. Scha­ren­wei­se bes­sern Haus­ärz­te ihr Aus­kom­men mit Low-Le­vel-La­ser, Ma­gnet­feld-The­ra­pie oder Ho­möo­pa­thie auf, die al­le­samt als me­di­zi­nisch-wis­sen­schaft­li­che Tä­tig­kei­ten an­ge­bo­ten wer­den. Oder sie ver­ab­rei­chen Bo­tox-Sprit­zen.

   Da der Kas­sen­arzt Un­ter­neh­mer ist, hat er kei­nen be­zahl­ten Kran­ken­stand, Ur­laub, dop­pel­te Ge­häl­ter oder Ar­beits­lo­sen­geld. So etwas gibt es nicht, selbst wenn die Ärz­te­kam­mer den Kas­sen­ver­trag als Kol­lek­tiv­ver­trag ver­kauft. Das ist Po­le­mik, um ver­meint­lich mehr po­li­ti­schen Druck auf die aus der Ge­werk­schaft stam­men­den Ge­sund­heits­mi­nis­ter aus­zu­üben.

   Mehr noch, als Un­ter­neh­mer muss der Kas­sen­arzt sei­nen Ar­beits­platz selbst fi­nan­zie­ren, also auch In­ves­ti­tio­nen aus dem Ge­winn stem­men – oder eben nicht. Denn bei so einem ge­rin­gen Ge­winn ist es viel ge­schei­ter, In­ves­ti­tio­nen fremd­zu­fi­nan­zie­ren. Und das hat Kon­se­quen­zen. Die meis­ten Kas­sen­ärz­te, vor allem wenn sie unter 50 sind, sind hoch ver­schul­det. Und genau des­we­gen sind sie be­reits heute öko­no­mi­schen Zwän­gen un­ter­wor­fen, auch wenn das gerne und vor allem sei­tens der Ärz­te­kam­mer ver­schwie­gen wird.

   Au­ßer­halb der gut be­heiz­ten po­li­ti­schen Büros in Län­dern, Kas­sen und Ärz­te­kam­mern sit­zen 4100 Kas­sen­haus­ärz­te in ihren fremd­fi­nan­zier­ten Or­di­na­tio­nen und haben Exis­tenz­angst. Na­tür­lich sind die meis­ten zu ele­gant, das zu­zu­ge­ben, schließ­lich ar­bei­ten sie pri­mär für den Pa­ti­en­ten und nicht für Geld, aber real sind es die nächs­te Kre­dit­ra­te, die Miete und das nächs­te dop­pel­te Ge­halt für An­ge­stell­te, die drü­cken. Die meis­ten fürch­ten sich wohl auch nicht, keine Ar­beit mehr zu fin­den, und sei es an­ge­stellt in einem Pri­ma­ry-Health-Ca­re-Zen­trum; sie fürch­ten, auf tau­sen­den Euro Schul­den sit­zen zu blei­ben.

   In­ter­na­tio­nal wurde des­we­gen bei Struk­tur­re­for­men das un­ter­neh­me­ri­sche Ri­si­ko immer von den Re­for­mern (zum Bei­spiel die Po­li­tik) über­nom­men. Fonds wur­den ein­ge­rich­tet und Or­di­na­tio­nen, die ge­schlos­sen wer­den soll­ten, ab­ge­löst. Es gab einen von An­fang an klar kom­mu­ni­zier­ten In­ves­ti­ti­ons­schutz, der nicht über einen lang­wie­ri­gen, teu­ren und un­si­che­ren Rechts­weg (den es bei uns auch gibt) erstrit­ten wer­den muss­te. Da stellt sich die Frage, warum die­ses Thema nie­mand auf­nimmt. Wer hätte die Auf­ga­be, die In­ter­es­sen der Ärzte zu ver­tre­ten – aber kei­ner­lei Le­gi­ti­ma­ti­on, über Or­ga­ni­sa­ti­on und Fi­nan­zie­rung des Ge­sund­heits­we­sens zu ent­schei­den?

   Genau da ist Kri­tik an der Ärz­te­kam­mer an­ge­bracht. Es ist nicht ihre Auf­ga­be, sich um Pa­ti­en­ten zu küm­mern, sehr wohl aber, die In­ter­es­sen ihrer Pflicht­mit­glie­der wahr­zu­neh­men. Doch würde die Kam­mer zum Thema Ab­lö­sen Ge­sprä­che füh­ren, wäre das ja eine im­pli­zi­te Zu­stim­mung. Weil aber bei der Re­form klar ist, dass Kam­mer­funk­tio­nä­re stark an Macht und Ein­fluss ver­lie­ren, dürf­te es denen lie­ber sein, Ängs­te zu schü­ren, um gegen die Re­form zu mo­bi­li­sie­ren, statt diese „ärz­te­freund­lich“ zu ge­stal­ten.

„Wie­ner Zei­tung“ Nr. 248 vom 22.12.2016  

Kassen, Kammern, Ambulatorien, der Gesamtvertrag und die PHC-Zentren

(Le­se­zeit 4 Min) Ärz­te­kam­mern, Kran­ken­kas­sen und Am­bu­la­to­ri­en; ein Streit der prak­tisch so alt ist wie die zwei­te Re­pu­blik und in der PHC-Dis­kus­si­on ge­ra­de wie­der auf­flammt

 

Herbst 1955 – Seit kur­zem gibt es den Staats­ver­trag, die Be­sat­zungs­mäch­te sind noch nicht voll­stän­dig ab­ge­zo­gen, da wird das ASVG, zur Ab­stim­mung ge­bracht. Und fast ty­pisch, trotz zehn Jah­ren Ver­hand­lung, kommt eine, wie ein Ste­no­gra­phi­sches  Pro­to­koll zeigt, schnell zu­sam­men­ge­zim­mer­te „Zwi­schen­lö­sung“ zur Ver­le­sung, weil we­ni­ge Tage davor ein Auf­stand der Wie­ner Ärz­te­kam­mer zu Än­de­run­gen zwang.

Um was es ging? Um Am­bu­la­to­ri­en und Kas­sen­plan­stel­len.

Wei­ter­le­sen „Kas­sen, Kam­mern, Am­bu­la­to­ri­en, der Ge­samt­ver­trag und die PHC-Zen­tren“

Die immerwährende Reform

Ärz­te­kam­mern, Kran­ken­kas­sen und Am­bu­la­to­ri­en – ein Streit, der so alt ist wie die Zwei­te Re­pu­blik und nun wie­der auf­flammt.

Wei­ter­le­sen: Die im­mer­wäh­ren­de Re­form

   Herbst 1955 – seit kur­zem gibt es den Staats­ver­trag, die Be­sat­zungs­mäch­te sind noch nicht voll­stän­dig ab­ge­zo­gen, da wird das ASVG zur Ab­stim­mung ge­bracht. Und fast ty­pisch, trotz zehn Jah­ren Ver­hand­lung kommt eine schnell zu­sam­men­ge­zim­mer­te „Zwi­schen­lö­sung“ zur Ver­le­sung, weil we­ni­ge Tage davor ein Auf­stand der Wie­ner Ärz­te­kam­mer zu Än­de­run­gen zwang. Worum es ging? Um Am­bu­la­to­ri­en und Kas­sen­plan­stel­len. Die Kam­mer for­der­te fixe Kas­sen­plan­stel­len und ein Ve­to-Recht bei Er­rich­tung von Am­bu­la­to­ri­en. Sie fürch­te­te, nicht zu Un­recht, dass Kas­sen mit ihren Am­bu­la­to­ri­en über kurz oder lang nie­der­ge­las­se­ne Ärzte ver­drän­gen wür­den.

   Ja, so lange exis­tiert der Kon­flikt, der uns im Rah­men der PHC-Ge­set­zes-Wer­dung wie­der be­schäf­tigt. Und auch wei­ter­hin ist die Be­grün­dung der Ärz­te­kam­mer nicht un­rich­tig. Denn ob­wohl vor­ge­schrie­ben ist, dass sich kas­sen­ei­ge­ne Am­bu­la­to­ri­en durch die glei­chen Ho­no­ra­re wie Kas­sen­ärz­te fi­nan­zie­ren müs­sen, schaf­fen das ge­ra­de mal 10 Pro­zent. 90 Pro­zent wer­den sub­ven­tio­niert, in dem ihre De­fi­zi­te aus Kas­sen­mit­tel ge­deckt wer­den. Wenn das auch mit den PHC-Zen­tren, die als Am­bu­la­to­ri­en ge­führt wer­den sol­len, pas­siert, sind diese eine un­be­zwing­ba­re Kon­kur­renz, nie­der­ge­las­se­ne Kas­sen-Haus­ärz­te wür­den ver­schwin­den.

   Dass Po­li­ti­ker ge­willt sind, sol­che Sub­ven­tio­nen zu be­zah­len, sieht man am Vor­zei­ge­pro­jekt „Maria Hilf“. In die­ses PHC-Zen­trum, das nicht mehr als eine Grup­pen­pra­xis von drei Kas­sen-Haus­ärz­ten ist, flie­ßen jähr­lich 230.000 Euro. Da es aber nicht als Am­bu­la­to­ri­um fir­miert, kön­nen diese Sub­ven­tio­nen nicht dau­er­haft rechts­kon­form aus­be­zahlt wer­den. Jede Än­de­rung hier wird daher durch die Ärz­te­kam­mer blo­ckiert – und das ist auch ihr ge­setz­li­cher Auf­trag. Denn sie ist nicht für die Ver­sor­gung zu­stän­dig, son­dern hat die In­ter­es­sen der Ärzte zu ver­tre­ten. Und wenn die Kam­mer zu­stimm­te, dass Ärzte in Kon­kurs gehen, weil sie von sub­ven­tio­nier­ten Ein­rich­tun­gen nie­der­kon­kur­ren­ziert wer­den, hätte sie ihren Auf­trag nicht er­füllt. Die Art und Weise al­ler­dings, wie die Kam­mer vor­geht, ist de­struk­tiv und po­le­misch. Man be­den­ke die Ar­gu­men­te. Es drohe Staats­me­di­zin à la DDR, gleich­zei­tig wird vor pro­fit­gie­ri­gen Groß­kon­zer­nen ge­warnt, die die nie­der­ge­las­se­nen Ärzte als frei­en Be­rufs­stand be­dro­hen. Ver­staat­li­chung, Pri­va­ti­sie­rung oder bei­des gleich­zei­tig?

   Nun, aus der His­to­rie ist die­ses Pa­ra­dox er­klär­bar – Am­bu­la­to­ri­en, ent­we­der in den Hän­den der Kas­sen (DDR-Staats­me­di­zin) oder von Pri­va­ten (pro­fit­gie­ri­ge Groß­kon­zer­ne), stel­len eine Kon­kur­renz für die Ärz­te­kam­mer dar – und daher sind beide prin­zi­pi­ell böse. Aber wie schaut es denn mit uns, den Fi­nan­ziers und Nutz­nie­ßern un­se­res Ge­sund­heits­we­sens, aus? Es gibt ton­nen­wei­se wis­sen­schaft­li­che Li­te­ra­tur, dass das, was wir „Ge­sund­heits­sys­tem“ nen­nen, teuer und in­ef­fek­tiv ist. Wir be­zah­len diese Strei­te­rei­en mit viel Geld und we­ni­ger ge­sun­den Le­bens­jah­ren; und die, die chro­nisch krank sind, mit vie­len ver­lo­re­nen Le­bens­jah­ren – die ster­ben ein­fach frü­her als nötig. Wir, so denke ich, hät­ten ein Recht dar­auf, dass diese Macht­klün­gel end­lich zu einer Lö­sung kom­men – nach mehr als 60 Jah­ren!

„Wie­ner Zei­tung“ Nr. 191 vom 29.09.2016

Wenn zwei streiten: Stadt Wien gegen die städtischen Ärzte

Zwi­schen Wie­ner Ärz­te­kam­mer und Stadt­re­gie­rung flie­gen die Fet­zen. Da­hin­ter ste­hen ent­we­der po­li­ti­sche Mo­ti­va­ti­on oder fal­sche Aus­gangs­da­ten.

Wei­ter­le­sen: Wenn zwei strei­ten: Stadt Wien gegen die städ­ti­schen Ärzte

    Via Pres­se­aus­sen­dun­gen rich­tet die Ge­ne­ral­di­rek­ti­on des Kran­ken­an­stal­ten­ver­bun­des (KAV) der Ärz­te­kam­mer aus, sie lüge, sti­li­sie­re den KAV zum Feind­bild und be­trei­be Zucht­meis­te­rei; keine feine Klin­ge. In einer die­ser Aus­sen­dun­gen fand sich eine be­mer­kens­wer­te Aus­sa­ge. Dem­nach habe die Ärz­tear­beits­zeit vor der Ar­beits­zeit-Um­stel­lung nur 46 Wo­chen­stun­den be­tra­gen. Die EU er­laubt 48 Wo­chen­stun­den. Dem­nach hätte der KAV kei­nen Grund ge­habt, schnell eine Re­form durch­zu­füh­ren. Wenn die ver­al­te­te Dienst­zeit­re­ge­lung ge­än­dert wer­den soll­te, hätte Wien sich Zeit las­sen kön­nen. Trotz­dem wurde alles sehr schnell ge­än­dert und davon ge­spro­chen, dass es zu einer Ar­beits­zeit­re­duk­ti­on bei vol­lem Lohn­aus­gleich kom­men soll. Aber das ist un­ver­ständ­lich, weil es ja, wenn die 46 Stun­den stim­men, zu einer Ge­halts­er­hö­hung und nicht zu einer Kom­pen­sa­ti­on des Ver­dienst­ent­gan­ges durch re­du­zier­te An­we­sen­heits­zei­ten ge­kom­men wäre. Ein Ar­gu­ment, das aber erst seit we­ni­gen Tagen vor­ge­bracht wird. Stim­men die 46 Stun­den, wird auch ein an­de­res Ar­gu­ment der Stadt ver­ständ­lich, näm­lich, dass es nur zu einer Ver­le­gung der Ar­beits­zeit kommt und nicht zu einer Re­duk­ti­on, es also kei­nen Grund gibt, dass we­ni­ger Pa­ti­en­ten ver­sorgt wer­den kön­nen.

   Aber stim­men die 46 Stun­den? Die Ar­beits­zeit­auf­zeich­nung im KAV ist schlecht. Und auch die kom­pli­zier­te Be­rech­nung der Ar­beits­zeit dürf­te nicht gut ge­lin­gen. Will man wis­sen, wie viele Wo­chen­stun­den, ar­beits­recht­lich kor­rekt be­rech­net, ge­ar­bei­tet wur­den, darf man nicht ein­fach die ge­leis­te­ten Stun­den durch die Ka­len­der­wo­chen di­vi­die­ren. Der Di­vi­sor ist kom­pli­ziert, um Ab­we­sen­heits­zei­ten zu be­rei­ni­gen. Wird nicht sau­ber ge­rech­net, ver­liert man schnell den Über­blick. Real dürf­te die Ar­beits­zeit bei 55 Stun­den ge­le­gen haben. Und genau da wer­den die Ar­gu­men­te der Ärz­te­kam­mer ver­ständ­lich. Denn dann ver­fügt der KAV ak­tu­ell über 15 Pro­zent we­ni­ger ärzt­li­che Ar­beits­zeit als noch vor zwei Jah­ren. Das führ­te zu kei­ner Ver­le­gung der Ar­beits­zeit, son­dern zu einer Re­duk­ti­on und einer Ar­beits­ver­dich­tung. Es legt also ein Pro­blem vor, das einer ob­jek­ti­ven An­nä­he­rung be­darf – wie viele Stun­den waren Ärzte an­we­send und wie viele sind sie es nun. Aber eine sach­li­che Her­an­ge­hens­wei­se ist zwi­schen den Ver­hand­lungs­part­nern un­mög­lich.

Auf der einen Seite die Stadt. Hier herrscht eine straf­fe Or­ga­ni­sa­ti­on, in der Loya­li­tät groß­ge­schrie­ben wird. Wenn oben etwas be­schlos­sen wird, zie­hen alle mit.   

Und auf der an­de­ren Seite steht die Ärz­te­kam­mer, die erst vor kur­zem die Rolle der Ver­tre­ter der Spi­tals­ärz­te von der Ge­werk­schaft über­nom­men hat. Das Ver­trau­en in die Kam­mer ist ge­ring. Kein Arzt wird seine Mei­nung an die sei­nes Prä­si­den­ten an­pas­sen. Damit ist der Prä­si­dent ein von der Basis ge­trie­be­ner.

Und wäh­rend die Stadt „oben“ etwas aus­ma­chen kann, stellt die Kam­mer fest, dass sie gar nichts von oben nach unten „be­feh­len“ kann. So pral­len zwei un­ter­schied­li­che Kul­tu­ren auf­ein­an­der. Und weil kei­ner Ver­ständ­nis für den an­de­ren hat und weil beide sich be­fle­geln, kön­nen sach­lich lös­ba­re Pro­ble­me nicht ge­löst wer­den

„Wie­ner Zei­tung“ Nr. 171 vom 01.09.2016 

Primary Health Care – wieder einmal

Ob­wohl die Idee 100 Jahre alt ist und seit fast 40 Jah­ren zum Stan­dard ge­hört, kön­nen wir nicht ein­mal rich­tig über Erst­ver­sor­gungs­zen­tren reden.

Wei­ter­le­sen: Pri­ma­ry Health Care – wie­der ein­mal

   Egal wer in der Ge­sund­heits­po­li­tik das Wort Pri­ma­ry Health Care (PHC) in den Mund nimmt, ver­wen­det es so, dass sich tun­lichst die ei­ge­ne Kli­en­tel in den Aus­sa­gen wie­der­fin­det; In­halt ist egal. Es ist diese fak­ten­freie und po­pu­lis­ti­sche Art, die unser durch­po­li­ti­sier­tes Ge­sund­heits­we­sen end­los lähmt.

   Eines der am öf­tes­ten vor­ge­brach­ten Ar­gu­men­te in der PHC-Dis­kus­si­on ist, dass man nicht viel än­dern, gar nichts Neues er­fin­den und schon gar nicht PHC-Zen­tren er­rich­ten muss – denn wir haben ja seit eh und je eine Pri­mär­ver­sor­gung und eine sehr gute dazu.

   Sol­che Aus­sa­gen stim­men, über­legt man, wie PHC in­ter­na­tio­nal kon­zi­piert ist, so gar nicht. Aber na­tür­lich fin­det in Ös­ter­reich Pri­mär­ver­sor­gung statt. Das geht gar nicht an­ders, weil Men­schen, die sich mit einem ge­sund­heit­li­chen (das ist mehr als nur me­di­zi­nisch) Pro­blem an pro­fes­sio­nel­le Hilfe wen­den, dies immer bei ir­gend­wem als Ers­tes, also pri­mär, ma­chen müs­sen. Es ist un­mög­lich, sein Pro­blem beim ers­ten Mal gleich zum zwei­ten Mal zu er­zäh­len.

   Die Frage ist je­doch, wer ist der Erste? Und wie geht der mit dem Pro­blem um? Gibt es so etwas wie eine Struk­tur oder eine Idee, wie „Erst­an­sprech­part­ner“ mit­ein­an­der zu­sam­men­ar­bei­ten? Wenn es die gibt, dann spricht man in­ter­na­tio­nal von PHC, wenn es die nicht gibt, dann ist das eben eine an­de­re Form der Erst­ver­sor­gung, aber kein PHC.

   Wenn nun die Ärz­te­kam­mer, als Mo­no­pol­wäch­te­rin ärzt­li­cher Tä­tig­keit, laut und immer wie­der ver­kün­det, dass Kas­sen-Haus­ärz­te (ob nun al­lei­ne oder in einer Grup­pen­pra­xis) PHC an­bie­ten, dann ist das falsch, soll aber nur der ei­ge­nen Kli­en­tel sagen – wir brau­chen keine Än­de­run­gen, denn so wie es ist, ist es gut.

   In der Folge hal­ten Haus­ärz­te über­zeugt fest, sie ma­chen seit eh und je PHC (in der Regel ist so eine Aus­sa­ge ver­bun­den mit der Ein­la­dung, sich doch mal in die Or­di­na­ti­on zu set­zen, um zu sehen, wie es wirk­lich ist).

    Aber das ist falsch. Was Haus­ärz­te ma­chen, ist meist Erst-Be­hand­lung. In vie­len, viel­leicht den meis­ten, Fäl­len ist der Pri­mär­ver­sor­ger je­mand an­de­rer, denn oft wer­den Pa­ti­en­ten von an­de­ren Be­rufs­grup­pen, die die wirk­lich ers­ten An­sprech­part­ner waren (Apo­the­ker, Pfle­ge­kräf­te) zum Haus­arzt „über­wie­sen“. In so einem F all wäre der Haus­arzt der Zweit­ver­sor­ger, selbst wenn er wei­ter Pri­mär-Be­hand­ler bleibt, so­fern es um eine (Be-)Hand­lung geht, die unter ärzt­li­chem Vor­be­halt steht.

   Gute Be­hand­lung heißt, die rich­ti­ge Hand­lung vor­zu­neh­men. Gute Ver­sor­gung heißt, den rich­ti­gen Pa­ti­en­ten zur rich­ti­gen Zeit zum rich­ti­gen Arzt (in­ter­na­tio­nal wird vom rich­ti­gen Ge­sund­heits-Pro­fes­sio­nis­ten ge­spro­chen) zu brin­gen. PHC ist eben kein Be­hand­lungs-, son­dern ein Ver­sor­gungs­kon­zept, das ver­sucht, die Be­hand­lung so wohn­ort­nah wie mög­lich zu or­ga­ni­sie­ren.

    Wenn wir nicht end­lich be­gin­nen, den Un­ter­schied zwi­schen Ver­sor­gung und Be­hand­lung in die Dis­kus­si­on auf­zu­neh­men, wenn wir nicht end­lich be­gin­nen, ge­sund­heit­li­che Pro­ble­me nicht mit me­di­zi­ni­schen gleich­zu­set­zen, dann ist diese ganze PHC-Dis­kus­si­on völ­lig sinn­los.

„Wie­ner Zei­tung“ Nr. 111 vom 09.06.2016     

Die Schlacht um Primary Health Care

Um Pri­ma­ry Health Care ein­zu­füh­ren, müss­ten Ärz­te­kam­mern, Län­der und Kran­ken­kas­sen eine ge­mein­sa­me Idee haben.

Wei­ter­le­sen: Die Schlacht um Pri­ma­ry Health Care

    Pri­ma­ry Health Care (PHC) ist keine ös­ter­rei­chi­sche und auch keine neue Idee. 1920 wurde be­reits fest­ge­hal­ten, dass eine sinn­vol­le und ge­rech­te Ge­sund­heits­ver­sor­gung nur funk­tio­niert, wenn mög­lichst viele ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­me (das ist mehr als Kran­ken­be­hand­lung) mög­lichst de­zen­tral ge­löst wer­den. Die ab­ge­stuf­te Ver­sor­gung war ge­bo­ren und damit die Pri­mär­ver­sor­gung als Stufe eins vor Se­kun­där- (am­bu­lant tä­ti­ge Fach­ärz­te) und Ter­tiärver­sor­gung (Spi­tä­ler). Und um mög­lichst viele ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­me zu lösen, ver­steht die Welt unter PHC die ko­or­di­nier­te und struk­tu­rier­te Pri­mär­ver­sor­gung mit Leis­tun­gen der Prä­ven­ti­on, Be­hand­lung und Pfle­ge – also mehr als Ärzte al­lei­ne leis­ten kön­nen und die der­zei­ti­ge Ge­set­zes­la­ge er­laubt. Doch vor allem die Ärz­te­kam­mer will an die­ser Lage nichts än­dern, wie die letz­ten Ent­wick­lun­gen zei­gen.

   23. Fe­bru­ar: Die Kurie der nie­der­ge­las­se­nen Ärzte, Macht­ha­be­rin in­ner­halb der Ärz­te­kam­mer in allem, was Kas­sen­ärz­te be­trifft, stellt ihre „Pri­mär­ver­sor­gung 2020“ vor. Ob es tat­säch­lich ein Kon­zept ist oder nur Pres­se­un­ter­la­gen exis­tie­ren, ist un­klar. Was vor­ge­stellt wurde, ist eine Art „Kas­sen-Haus­ärzt­li­che Kran­ken­be­hand­lungs­or­ga­ni­sa­ti­ons-Phan­ta­sie“, weit weg von dem, was die Welt au­ßer­halb der Ärz­te­kam­mer als PHC ver­steht – aber eben das, was mög­lich wäre, ohne ei­ge­nes PHC-Ge­setz.

   2. März: In Wien soll nach mehr als einem Jahr po­li­ti­schen Hick­hacks ein zwei­tes PHC-Zen­trum, das „PHC SMZ-Ost“, kom­men. Ein Fort­schritt, meint man, wenn da nicht mit der Ju­bel­mel­dung auch mit­ge­teilt wor­den wäre, dass das erste PHC-Zen­trum „Maria Hilf“ an­geb­lich 0,83 Pro­zent der Wie­ner ver­sorgt, man also dem Ge­sund­heits­re­form­ziel „ein Pro­zent der Be­völ­ke­rung in PHCs zu be­han­deln“ nahe ist. 0,83 Pro­zent sind 14.500 Men­schen. Im ärz­te­käm­mer­lich ge­dul­de­ten „Maria Hilf“ ar­bei­ten drei Haus­ärz­te, macht pro Arzt 4800 Ein­woh­ner. Wenn dort PHC pas­siert, dann mit welt­weit ein­zig­ar­ti­ger Ef­fi­zi­enz; in­ter­na­tio­nal schaf­fen ein Arzt und sein Team (das grö­ßer ist als das in Maria Hilf) ge­ra­de 1500 bis 1800 Ein­woh­ner. Geht es wirk­lich um PHC oder nur darum, ein Schei­tern der Re­form zu ver­ber­gen?

   8. März: Über­ra­schend wird ge­mein­sam von Ärz­te­kam­mer, Wie­ner Ge­biets­kran­ken­kas­se und Stadt das „Wie­ner Mo­dell“ prä­sen­tiert. Ein ge­wal­ti­ger Sprung, möch­te man mei­nen. Die „Drei“ woll­ten ganz ohne omi­nö­ses PHC-Ge­setz zei­gen, dass man kann, wenn man will. In Hin­blick auf das kom­men­de wohl nur ein po­li­ti­scher Schach­zug, denn:   

13. März (ein Sonn­tag): Die Kurie der nie­der­ge­las­se­nen Ärzte hat den für alle an­de­ren streng ge­hei­men Ent­wurf zum PHC-Ge­setz öf­fent­lich kom­men­tiert, mit bra­chia­len Wor­ten: Das Ende der Haus­ärz­te sei ein­ge­läu­tet, mit Dum­ping-Prei­sen, Dum­ping-Ge­häl­tern und letzt­lich der sys­te­ma­ti­schen Über­nah­me des Ge­sund­heits­mark­tes durch in­ter­na­tio­na­le Kon­zer­ne und Bau­un­ter­neh­men sei zu rech­nen. Alles in allem eine „Zu­mu­tung der Mi­nis­te­rin hin­sicht­lich einer best­mög­li­chen Pa­ti­en­ten­be­treu­ung“. Ist das wirk­lich so? Oder geht es nur um Macht und per­sön­li­che Ei­tel­kei­ten? Je­den­falls ist die Dis­kus­si­on wei­ter in­fe­ri­or – und ech­tes PHC sehr weit weg

„Wie­ner Zei­tung“ Nr. 053 vom 17.03.2016     

Krankenkassen-Honorarkataloge – absurder Wahnsinn

(Le­se­zeit 6 Min) Es ist ver­ständ­lich, dass ein Ot­to-Nor­mal-Ver­brau­cher so gar nichts mit Ho­no­rar­ka­ta­lo­gen der Kran­ken­kas­sen an­fan­gen kann, ja nicht ein­mal gut ein­ge­le­se­ne Me­di­zin-Jour­na­lis­ten ver­ste­hen das Kas­sen­ho­no­rar-Sys­tem. Aber, es ist eines DER Pro­ble­me, warum es in Ös­ter­reich ein­fach nicht mög­lich ist, eine sinn­voll or­ga­ni­sier­te am­bu­lan­te Ver­sor­gung auf­zu­bau­en.

Um die Pro­ble­me zu il­lus­trie­ren, will ich ein Bei­spiel brin­gen, dass die Un­sin­nig­keit die­ses Sys­tems zeigt: das Lang­zeit(24h)-EKG, auch Hol­ter-EKG ge­nannt 

Wei­ter­le­sen „Kran­ken­kas­sen-Ho­no­rar­ka­ta­lo­ge – ab­sur­der Wahn­sinn“

Die Angst der Ärztekammer vor der Primärversorgung

Pri­mär­ver­sor­gung ist in­ter­na­tio­nal er­folg­reich und er­probt und will mög­lichst alle ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­me mög­lichst wohn­ort­nah adres­sie­ren.

Wei­ter­le­sen: Die Angst der Ärz­te­kam­mer vor der Pri­mär­ver­sor­gung

   Pri­mär­ver­sor­gung agiert nach dem Bio-Psy­cho-So­zia­len Krank­heits­mo­dell, das eben nicht nur eine bio­lo­gisch nach­weis­ba­re Krank­heit be­han­delt, son­dern auch seine Aus­wir­kun­gen: ein ein­sa­mer Mensch emp­fin­det Kopf­schmer­zen an­ders als ein so­zi­al ein­ge­bun­de­ner Mensch – der eine braucht Zu­spruch, der an­de­re nimmt selbst eine Ta­blet­te.

   Die Ein­rich­tun­gen, in denen Pri­mär­ver­sor­gung statt­fin­den soll, wer­den Pri­ma­ry Health Care Cen­ter, kurz PHC, ge­nannt, müs­sen von der Prä­ven­ti­on über Ku­ra­ti­on, Re­ha­bi­li­ta­ti­on bis zur Pfle­ge alles an­bie­ten kön­nen. Damit sind nicht nur Kas­sen, son­dern auch Pen­si­ons­ver­si­che­rung und Län­der zu­stän­dig.

   Der Ge­samt­ver­trag, um den es ak­tu­ell geht, wird NUR zwi­schen Kran­ken­kas­sen und Ärz­te­kam­mern ab­ge­schlos­sen und kann nur ab­de­cken, für das Kran­ken­kas­sen zu­stän­dig sind, prak­tisch nur den ku­ra­ti­ven Be­reich. Das ist zu wenig.

   Und weil jede Re­gi­on etwas an­de­res braucht (Waid­ho­fen ist nicht St. Pöl­ten), ist die Fle­xi­bi­li­tät über be­ste­hen­de Ge­samt­ver­trags­re­ge­lung, die Pa­ti­en­ten nicht nach ihren Le­bens­um­stän­den, son­dern nur nach ihrer Ver­si­che­rung klas­si­fi­ziert, nicht ge­ge­ben. Daher braucht es, wie bei Am­bu­la­to­ri­en heute schon, Ein­zel­ver­trä­ge, um nach re­gio­na­lem Be­darf zwi­schen An­ge­bot und Nach­fra­ge zu ver­mit­teln – es sei denn, wir wol­len diese Auf­ga­be dem Markt über­las­sen.

   Der Ärz­te­kam­mer-Vi­ze­prä­si­dent Jo­han­nes Stein­hart greift die Idee die­ser Ein­zel­ver­trä­ge hef­tig an. Er er­klärt, dass „große in­ter­na­tio­na­le Kon­zer­ne die Chan­ce nüt­zen, die PHC-Zen­tren zu über­neh­men und PHC-Ket­ten nach aus­schließ­lich be­triebs­wirt­schaft­li­chen Über­le­gun­gen zu füh­ren. Das wäre ein Groß an­griff auf die so­zia­le Me­di­zin, weil damit die so­zia­le Ver­sor­gung nicht mehr vom ärzt­li­chen Ethos ge­steu­ert wird, son­dern von aus­schließ­lich ka­pi­ta­lis­ti­schem Ethos, und die Ge­sund­heits­ver­sor­gung gleich­sam ins Aus­land ,ver­kauft‘ wird“.

   Wenn das nicht pas­siert, dann wird aber eine staat­li­che Zen­tral­macht kom­men, die „bis ins De­tail den Ton an­ge­ben könn­te“ und damit die „PHC am Gän­gel­band der Ob­rig­keit“ hän­gen.

   Am Ende ist klar, über­all sind Fein­de, die „die be­ste­hen­den Ver­sor­gungs­struk­tu­ren zer­stö­ren“. Der ein­zi­ge Ret­ter des „seit mehr als 100 Jah­ren funk­tio­nie­ren­den Mo­dells“ ist die Ärz­te­kam­mer.

   Ei­gent­lich geht es nur um den Ge­samt­ver­trag und das Mo­no­pol­recht der Ärz­te­kam­mer, die­sen zu ver­han­deln. Das ist das ein­zi­ge echte Macht­in­stru­ment der Ärz­te­kam­mer. Es zu ver­lie­ren, heißt Macht ver­lie­ren. Eine Macht, die oh­ne­hin nur um der Macht wil­len exis­tiert.

   Denn in Län­dern, in denen eine funk­tio­nie­ren­de Pri­mär­ver­sor­gung be­steht, geht es den Haus­ärz­ten deut­lich bes­ser. Und be­denkt man, dass auch Spi­tals­ärz­te (Stich­wort EU-Ar­beits­zeit) nicht gut und Wahl­ärz­te noch nie wirk­lich ver­tre­ten waren, dann blei­ben etwa 4000 Kas­sen­fach­ärz­te übrig, um die es nun geht: 4000 von 42.000!    Und um auch die an­de­ren 38.000 Ärzte zu mo­bi­li­sie­ren, muss man mit allen Ängs­ten und Res­sen­ti­ments spie­len (aus­län­di­sches Groß­ka­pi­tal und zen­tral­staat­li­cher Macht­ap­pa­rat), egal wie wi­der­sprüch­lich (Ver­staat­li­chung oder Pri­va­ti­sie­rung – was ist es ei­gent­lich jetzt?) es auch sein mag

„Wie­ner Zei­tung“ Nr. 175 vom 10.09.2015